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Charles Manson
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Charles Milles Manson (* 12. November 1934 in Cincinnati, Ohio, als Charles Milles Maddox; â 19. November 2017 in Bakersfield, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Krimineller, Musiker und Mörder. Er war AnfĂŒhrer der Manson Family, einer sektenĂ€hnlich strukturierten und rassistisch ausgerichteten Kommune, die 1969 weltweit fĂŒr Schlagzeilen sorgte, als einige ihrer Mitglieder der Tate-LaBianca-Morde ĂŒberfĂŒhrt wurden. Manson hatte die Morde angeordnet und wurde deshalb zum Tode verurteilt. Nachdem die Todesstrafe 1972 in Kalifornien ausgesetzt worden war, verbĂŒĂte er eine lebenslange Haftstrafe.
Contents
âą Leben
âą Verhaftung
âą Prozess
âą Rezeption
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Leben
Herkunft und Kindheit (1934â1947)
Manson wurde 1934 als uneheliches Kind der 16-jĂ€hrigen Kathleen Maddox (â 1973) in Cincinnati geboren. Einige Monate spĂ€ter heiratete seine Mutter den Arbeiter William Manson, dessen Nachnamen Charles annahm. Seinen leiblichen Vater lernte Charles Manson nach eigenen Angaben nie kennen. Aus Gerichtsdokumenten geht hervor, dass seine Mutter 1936 ein Verfahren zur Feststellung der Vaterschaft gegen einen âColonelâ Scott aus Ashland, Kentucky, eingeleitet hatte. Scott, dessen Vorname unbekannt ist, wurde im April 1937 gerichtlich zu Unterhaltszahlungen fĂŒr Manson verpflichtet, kam dieser Verpflichtung aber nicht nach und soll 1954 gestorben sein.cite-ref-bugliosi1-1-0[1]
1939 verĂŒbte Mansons Mutter zusammen mit ihrem Bruder Luther einen bewaffneten RaubĂŒberfall auf eine Tankstelle, woraufhin sie zu einer fĂŒnfjĂ€hrigen GefĂ€ngnisstrafe verurteilt wurde. WĂ€hrend ihrer Haft lebte Manson bei einer Tante und einem Onkel in McMechen in West Virginia. Ab 1942 wohnte er wieder bei seiner Mutter, die vorzeitig auf BewĂ€hrung aus der Haft entlassen worden war. RĂŒckblickend erinnerte sich Manson, dass sie in den folgenden Jahren in heruntergekommenen Hotels gelebt hatten. Zudem sei seine Mutter Alkoholikerin gewesen und habe zahlreiche MĂ€nnerbekanntschaften gepflegt.cite-ref-bugliosi1-1-1[1]
Auf gerichtliche Anordnung kam Manson 1947 auf die Gibault School for Boys, ein Erziehungsheim in Terre Haute, Indiana. Dort fiel er durch mangelnde AnpassungsfĂ€higkeit, geringe Lernbereitschaft sowie Launenhaftigkeit und Verfolgungswahn auf. Nach zehn Monaten lief er davon und kehrte zu seiner Mutter zurĂŒck, die ihn jedoch nicht bei sich aufnehmen wollte. Kurz darauf wurde er bei einem Einbruch erwischt, woraufhin ihn ein Gericht in die von Edward Flanagan gegrĂŒndete Jugendhilfeeinrichtung Boys Town bei Omaha in Nebraska schickte. Bereits wenige Tage nach seiner Ankunft flĂŒchtete der 13-jĂ€hrige Manson mit einem anderen Jungen zu dessen Onkel nach Peoria in Illinois. Auf dem Weg dorthin verĂŒbten sie zwei bewaffnete RaubĂŒberfĂ€lle. In Peoria wurden sie bei einem Einbruchsdiebstahl gefasst, zu dem sie der Onkel angestiftet hatte. Manson kam daraufhin in eine Jugendstrafanstalt nach Plainfield, Indiana.cite-ref-bugliosi1-1-2[1]
Aufenthalte in Jugendstrafanstalten (1948â1954)
In den drei Jahren, die er in Plainfield verbrachte, flĂŒchtete er insgesamt 18-mal aus der Jugendstrafanstalt. Seine letzte Flucht im Februar 1951 trat der 16-jĂ€hrige Manson mit zwei Mitinsassen und einem gestohlenen Auto an, das sie bis nach Kalifornien bringen sollte. Unterwegs begingen sie seiner eigenen SchĂ€tzung zufolge rund 20 RaubĂŒberfĂ€lle. In Utah wurden sie bei einer zufĂ€lligen Polizeikontrolle aufgegriffen. Durch das Ăberqueren mehrerer Bundesstaatsgrenzen mit einem gestohlenen Wagen hatte Manson erstmals gegen ein Bundesgesetz, den Dyer Act, verstoĂen. Am 9. MĂ€rz 1951 kam er in eine Jugendstrafanstalt in Washington, D.C. Dort nahm er an einem Intelligenztest teil, durch den bei ihm ein als durchschnittlich geltender IQ von 109 ermittelt wurde. In seiner GefĂ€ngnisakte wurde er als aggressiver, asozialer, rastloser und launischer Jugendlicher mit einem wenig förderlichen Familienleben beschrieben.cite-ref-2[2]
Im Juni 1951 wurde er von einem Psychiater untersucht, der in Mansons Leben ein âbetrĂ€chtliches AusmaĂ an ZurĂŒckweisung, mangelnder StabilitĂ€t und psychischem Traumaâ feststellte.cite-ref-bugliosi211-3-0[3] Weiter befand der Gutachter, dass Manson aufgrund von MinderwertigkeitsgefĂŒhlen jeden Gedanken an seine Mutter verdrĂ€nge. Um sich mit seiner vergleichsweise geringen KörpergröĂe von 1,57 m gegenĂŒber anderen Jungen zu behaupten, habe er sich âgewisse einfache Verhaltensmuster im Umgang mit anderen Menschen zugelegt. Sie bestehen vor allem in einem ausgeprĂ€gten Sinn fĂŒr Humor [und der] FĂ€higkeit, sich beliebt zu machen ⊠Dies könnte alles in allem zur Entwicklung einer âaalglattenâ, angepassten Persönlichkeit fĂŒhren, doch bleibt der Eindruck bestehen, dass sich hinter all dem ein Ă€uĂerst sensibler Junge verbirgt, der die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, sich in der Welt in irgendeiner Form Liebe und Zuneigung zu verschaffen.âcite-ref-bugliosi211-3-1[3] Nach einer dreimonatigen psychotherapeutischen Behandlung empfahl der Psychiater eine Unterbringung in einer Anstalt mit geringeren Sicherheitsvorkehrungen, in die Manson am 24. Oktober 1951 ĂŒberstellt wurde.cite-ref-4[4]
Im Januar 1952 bedrohte er einen ebenfalls jugendlichen MithĂ€ftling mit einer Rasierklinge und zwang ihn zum Analverkehr. Eine ihm in Aussicht gestellte dreimonatige HaftverkĂŒrzung wurde daraufhin nicht gewĂ€hrt. Stattdessen kam er in eine Haftanstalt in Petersburg, Virginia, wo er als âgefĂ€hrlichâ eingestuft wurde. In seiner Akte wurde vermerkt: âManson hat eindeutig homosexuelle und gewalttĂ€tige Neigungen.âcite-ref-5[5] Wegen mehrfacher disziplinarischer VerstöĂe und weil er als Sicherheitsrisiko fĂŒr sich selbst und andere galt, wurde er am 22. September 1952 in die Haftanstalt in Chillicothe, Ohio, verlegt. Laut Anstaltsakte fiel er dort durch seine ânegative Haltung gegenĂŒber AutoritĂ€tâ auf, zeigte sich aber dennoch kooperativ und arbeitswillig. Zu seinen Aufgaben gehörten die Reparatur und Wartung der Anstaltsfahrzeuge. AuĂerdem lernte Manson, der bis zu seinem 17. Lebensjahr Analphabet gewesen war, lesen. Am 8. Mai 1954 wurde er wegen guter FĂŒhrung auf BewĂ€hrung entlassen.cite-ref-6[6]
Erste Ehe und Haft auf Terminal Island (1955â1958)
Einer BewĂ€hrungsauflage folgend, zog der inzwischen 19-JĂ€hrige zurĂŒck zu seiner Tante und seinem Onkel nach McMechen, wo er die Kellnerin Rosalie Jean Willis (â 2009) kennenlernte, die er im Januar 1955 heiratete. Um fĂŒr den gemeinsamen Lebensunterhalt aufzukommen, ĂŒbernahm Manson Aushilfsjobs als Kellner, Tankstellenwart und ParkplatzwĂ€chter. SpĂ€ter gestand er, in dieser Zeit zudem mindestens sechs AutodiebstĂ€hle begangen zu haben.cite-ref-bugliosi214-7-0[7] Ende Juli 1955 fuhr Manson mit seiner 17-jĂ€hrigen, mittlerweile schwangeren Ehefrau in einem gestohlenen Auto von Bridgeport, Ohio, nach Los Angeles, woraufhin er im September desselben Jahres wegen Autodiebstahls und erneuten VerstoĂes gegen den Dyer Act festgenommen wurde. Er bekannte sich schuldig und erklĂ€rte gegenĂŒber dem vom Gericht bestellten psychiatrischen Gutachter: âIch habe so viel Zeit in Anstalten verbracht, dass ich nie richtig gelernt habe, was das richtige Leben da drauĂen eigentlich ausmacht.âcite-ref-bugliosi214-7-1[7] Der Gutachter sah in Manson nach wie vor ein Sicherheitsrisiko, da die bisherigen Anstaltsaufenthalte aber nichts bewirkt hĂ€tten, empfahl er dem Gericht eine Haftentlassung auf BewĂ€hrung und unter sorgfĂ€ltiger Ăberwachung: âMöglicherweise fĂ€ngt er sich durch die Bindung an die Ehefrau und die Aussicht auf die Vaterschaft.âcite-ref-bugliosi214-7-2[7] Das Gericht folgte dem Gutachten, entlieĂ Manson im November 1955 aus der Haft und ordnete eine fĂŒnfjĂ€hrige BewĂ€hrungszeit an.cite-ref-sanders-buglioso-8-0[8]
Nachdem er nicht zu einem Gerichtstermin erschienen war, wurde er am 14. MĂ€rz 1956 erneut festgenommen. Noch im selben Monat und wĂ€hrend Manson im GefĂ€ngnis saĂ, kam sein erster Sohn, Charles Manson Jr., zur Welt. Am 23. April 1956 wurde Mansons BewĂ€hrung widerrufen und er wurde zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt, die er auf Terminal Island in der NĂ€he von Los Angeles verbĂŒĂte.cite-ref-sanders-buglioso-8-1[8] Im ersten Jahr seiner Gefangenschaft besuchte Rosalie ihn wöchentlich. Vor der Geburt seines Sohnes hatte Manson gegenĂŒber einem Psychiater geĂ€uĂert: âSie ist die beste Ehefrau, die sich ein Mann nur wĂŒnschen kann [âŠ] Sie ist der einzige Mensch, der mir in meinem Leben je etwas bedeutet hat.âcite-ref-9[9] Im MĂ€rz 1957 erfuhr Manson von seiner Mutter, dass seine Frau einen anderen Mann kennengelernt hatte. Am 10. April 1957 unternahm er einen Fluchtversuch, woraufhin sein BewĂ€hrungsantrag bei einer Anhörung am 22. April 1957 abgelehnt wurde.cite-ref-10[10] Bald darauf reichte Rosalie die Scheidung ein, die 1958 rechtskrĂ€ftig wurde. Sie erhielt das Sorgerecht fĂŒr das gemeinsame Kind und heiratete erneut. Danach hatte Manson keinen Kontakt mehr zu ihr und seinem Sohn.cite-ref-11[11] Charles Jr. Ă€nderte seinen Namen spĂ€ter in Jay White und beging 1993 Suizid. Laut Jason Freeman â Whites Sohn und Mansons Enkel â habe sein Vater die Taten von Charles Sr. nicht verkraftet.cite-ref-12[12]
WĂ€hrend seiner Inhaftierung auf Terminal Island bat Manson darum, in einer kleinen Arbeitsgruppe eingesetzt zu werden und begrĂŒndete dies mit seiner Neigung, sich in gröĂeren Gruppen danebenzubenehmen und herumzualbern. In seiner Anstaltsakte wurden seine Launenhaftigkeit, Unberechenbarkeit, Unbeherrschtheit und schwankende Arbeitsmoral vermerkt.cite-ref-13[13] Er spielte Basketball, boxte und hatte homosexuelle Kontakte zu anderen Insassen.cite-ref-14[14] Bei einem erneuten Intelligenztest erreichte er einen ĂŒberdurchschnittlichen IQ-Wert von 121.cite-ref-15[15] Laut mehreren MithĂ€ftlingen habe sich Manson auf Terminal Island bei entsprechend erfahrenen Insassen ĂŒber ZuhĂ€lterei und Methoden der KontrollausĂŒbung informiert.cite-ref-16[16] Manson wurde am 30. September 1958 aus der Haft entlassen und trat eine fĂŒnfjĂ€hrige BewĂ€hrungszeit an.cite-ref-17[17]
BetĂ€tigung als ZuhĂ€lter, zweite Ehe und erneute Haft (1958â1967)
Er zog zu einem vom FBI observierten ZuhĂ€lter und betĂ€tigte sich laut den FBI-Ermittlern ab November 1958 selbst als ZuhĂ€lter eines 16-jĂ€hrigen MĂ€dchens, dessen Vater am 1. Januar 1959 Anzeige bei der Polizei erstattete. GegenĂŒber seinem BewĂ€hrungshelfer bestritt Manson den Vorwurf der ZuhĂ€lterei.cite-ref-18[18] Am 1. Mai 1959 wurde Manson abermals verhaftet, nachdem er einen Scheck aus einem Briefkasten gestohlen, ihn gefĂ€lscht und anschlieĂend versucht hatte, ihn in einem Supermarkt in Los Angeles einzulösen. Als die Beamten wĂ€hrend seiner polizeilichen Vernehmung einen Augenblick unaufmerksam waren, entwendete Manson den Scheck in Höhe von 37,50 US-Dollarcite-ref-19[19] und schluckte ihn hinunter. Trotz des abhandengekommenen BeweisstĂŒcks wurde Manson am 28. September 1959 wegen Postdiebstahls und ScheckfĂ€lschung angeklagt.cite-ref-20[20] WĂ€hrend der Verhandlung erschien eine 19-jĂ€hrige Frau vor Gericht, die behauptete, von Manson schwanger zu sein und ihn heiraten zu wollen, wenn er freigelassen wĂŒrde. Das Gericht verurteilte Manson zu einer zehnjĂ€hrigen Freiheitsstrafe, die â obwohl sich die Staatsanwaltschaft, der psychiatrische Gutachter und der BewĂ€hrungshelfer dagegen ausgesprochen hatten â zur BewĂ€hrung ausgesetzt wurde. SpĂ€ter stellte sich heraus, dass es sich bei der Frau um eine fĂŒr Manson arbeitende Prostituierte namens Candy Stevens handelte und sie die Schwangerschaft nur vorgetĂ€uscht hatte.cite-ref-21[21]
Im November 1959 begegnete er einer 19-JĂ€hrigen, mit der er eine kurze sexuelle Beziehung einging und die er um ihre gesamten Ersparnisse in Höhe von 700 US-Dollar betrog. In Folge der AffĂ€re kam es zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft, an der die junge Frau fast gestorben wĂ€re.cite-ref-22[22] Im Dezember 1959 verstieĂ er gegen den Mann Act, als er mit Candy Stevens und einem weiteren MĂ€dchen nach New Mexico fuhr, wo sich die beiden fĂŒr ihn prostituierten. Er wurde verhört, blieb aber zunĂ€chst auf freiem FuĂ und heiratete Stevens wenig spĂ€ter. Bugliosi vermutet, dass er durch die Heirat verhindern wollte, dass sie gegen ihn aussagen muss. Aus der Ehe, die am 10. April 1963 geschieden wurde, soll sein zweiter Sohn, Charles Luther Manson, hervorgegangen sein.cite-ref-23[23] Als am 28. April 1960 Anklage wegen VerstoĂes gegen den Mann Act gegen ihn erhoben werden sollte, befand sich Manson auf der Flucht. Am 1. Juni 1960 wurde er in Laredo, Texas, aufgegriffen und nach Los Angeles zurĂŒckgebracht, wo ein Richter am 23. Juni 1960 seine BewĂ€hrung wegen VerstoĂes gegen BewĂ€hrungsauflagen widerrief und diese Entscheidung wie folgt kommentierte: âWenn es je einen Mann gegeben hat, der keinerlei Eignung fĂŒr eine BewĂ€hrung an den Tag gelegt hat, dann dieser Mann.âcite-ref-24[24] Manson legte erfolglos Berufung ein und wurde im Juli 1961 ins McNeil-Island-StaatsgefĂ€ngnis in Washington gebracht, um seine zehnjĂ€hrige Freiheitsstrafe anzutreten. Die Anklage wegen VerstoĂes gegen den Mann Act wurde hingegen fallengelassen.cite-ref-25[25]
WĂ€hrend seiner Haft im McNeil-GefĂ€ngnis beschĂ€ftigte er sich intensiv mit der Scientology-Lehre und freundete sich mit seinem Mitinsassen Alvin Karpis an, der Mitglied der Ma-Barker-Bande war und ihn im Gitarrespielen unterrichtete. Als die Beatles 1964 die USA bereisten und es auch dort zur Beatlemania kam, berichteten Mitgefangene, dass Manson ein geradezu obsessives Interesse an den vier Musikern aus Liverpool gezeigt habe.cite-ref-bugliosi220-26-0[26] Karpis sagte spĂ€ter ĂŒber Mansons damaliges Verhalten: âHe was constantly telling people he could come on like the Beatles, if he got the chance.âcite-ref-27[27] (âEr erzĂ€hlte den Leuten stĂ€ndig, dass er so groĂ wie die Beatles rauskommen könnte, wenn er die Chance dazu erhielte.â) Laut einem Haftbericht komponierte Manson allein in den ersten fĂŒnf Monaten des Jahres 1966 zwischen 80 und 90 Lieder und hoffte, diese nach seiner Entlassung aus der Haft verkaufen zu können.cite-ref-bugliosi220-26-1[26] Im Juni 1966 wurde Manson erneut in die Haftanstalt auf Terminal Island verlegt. Am Tag seiner vorzeitigen Haftentlassung, dem 21. MĂ€rz 1967, bat er die Anstaltsleitung vergeblich, bleiben zu dĂŒrfen, weil er auĂerhalb der GefĂ€ngnismauern nicht zurechtkĂ€me. Zu diesem Zeitpunkt hatte der 32-jĂ€hrige Manson ĂŒber 17 Jahre und damit mehr als die HĂ€lfte seines Lebens im GefĂ€ngnis verbracht.cite-ref-28[28]
AnfĂŒhrer der Manson Family
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Hauptartikel
:
Manson Family
AnfÀnge in San Francisco
Manson begab sich nach Berkeley, wo er seinen Lebensunterhalt zunĂ€chst als StraĂenmusiker sowie mit Betteln und vereinzelten Auftritten in Clubs bestritt.cite-ref-29[29] Eines Tages lernte er die 23-jĂ€hrige Mary Brunner kennen, die ein Geschichtsstudium an der University of Wisconsin abgeschlossen hatte und an der University of California als Bibliotheksgehilfin arbeitete. Mansons bald darauf folgenden Einzug in Brunners Apartment bezeichnet Bugliosi als die âGeburtsstunde der Manson Familyâcite-ref-30[30] â eine von Manson angefĂŒhrte, sektenĂ€hnlich strukturierte Kommune, der sich in den folgenden Monaten zahlreiche junge Frauen und MĂ€nner anschlossen.
Lynette Fromme, genannt âSqueakyâ, war die zweite junge Frau, die sich Manson im Sommer 1967 anschloss. WĂ€hrend des âSummer of Loveâ lebte Manson mit Brunner, Fromme, einer ehemaligen Nonne namens Mary Ann sowie zwei ehemaligen MithĂ€ftlingen in Haight-Ashbury, einem der Hauptzentren der Hippie-Bewegung. Sie praktizierten âfreie Liebeâ, musizierten, lebten von Essen, das von der anarchistischen Hippie-Aktivistengruppe The Diggers kostenlos ausgegeben wurde, und nahmen Drogen â insbesondere LSD. Laut Manson sei ihm wĂ€hrend eines LSD-Trips auf einem Grateful-Dead-Konzert die Offenbarung gekommen, dass er Jesus Christus sei.cite-ref-31[31]
Umsiedlung nach Los Angeles
Ab Ende Juli 1967 bereiste Manson mit seinen AnhĂ€ngern die kalifornische KĂŒste. WĂ€hrend dieser Zeit wurde Brunner von ihm schwanger. Im September 1967 schlossen sich ihnen die 18-jĂ€hrige Patricia âKatieâ Krenwinkel und der 25-jĂ€hrige Bruce Davis an. Im Oktober 1967 erwarben sie einen alten Schulbus, den sie schwarz anmalten und mit dem sie in den folgenden Wochen mehrere US-Bundesstaaten bereisten. Im November 1967 stieĂen die 19-jĂ€hrige Susan Atkins, die sich Sadie Mae Glutz nannte, und Ella Jo Bailey, genannt Yellerstone, in San Francisco sowie die 14-jĂ€hrige Ruth Ann Moorehouse, genannt Ouisch, in San JosĂ© zur Gruppe hinzu. Moorehouses aufgebrachter Vater machte sich auf die Suche nach seiner Tochter und spĂŒrte die Manson Family wenige Tage spĂ€ter in der NĂ€he von Los Angeles auf. Manson gab dem Mann daraufhin LSD und konnte ihn davon ĂŒberzeugen, Ruth Ann in seiner Obhut zu belassen.cite-ref-32[32]
Da der Bus fĂŒr die stetig wachsende Manson Family auf Dauer zu wenig Platz bot, bezog sie Ende November/Anfang Dezember 1967 ein Haus im Topanga Canyon im Los Angeles County. Das Haus wurde Spiral Staircase genannt, weil eine Wendeltreppe zu seinem Eingang fĂŒhrte, und gehörte einer Satanistin aus San Francisco. Auf einer Party, die die Manson Family im Spiral Staircase gab, lernte Manson den 21-jĂ€hrigen Musiker Bobby Beausoleil kennen, der zu diesem Zeitpunkt bei dem Musiklehrer und spĂ€teren Mordopfer Gary Hinman lebte.cite-ref-33[33]
Mansons Philosophie, FĂŒhrungsstil und âProphezeiungâ
Mansons Philosophie grĂŒndete auf einer rassistischen Denkweise: Nur WeiĂe waren als Mitglieder erwĂŒnscht. Obwohl Manson verkĂŒndete, dass Frauen keine Seelen hĂ€tten und lediglich als Dienerinnen des Mannes eine Daseinsberechtigung besĂ€Ăen, waren es besonders die weiblichen Mitglieder der Gruppierung, die immer wieder neue Bewerber anlockten. Teilweise war der Andrang so groĂ, dass Manson per Los entschied, wer bleiben durfte oder zu gehen hatte.
Die Family wurde von Manson autoritĂ€r gefĂŒhrt. âNegermusikâ zu hören (beispielsweise Jimi Hendrix) war ebenso wie das Tragen von Brillen oder der Verzehr von Fleisch streng verboten. Manson versuchte, neue Mitglieder mithilfe von Drogen und Gruppensex anzuziehen und an sich zu binden. Die Mitglieder machte er mit psychischer und sexueller AbhĂ€ngigkeit sowie Drogen, besonders LSD, gefĂŒgig.cite-ref-34[34]
Manson prophezeite, dass 1969 die schwarzen Amerikaner rebellieren und grausame Morde in den Villen reicher weiĂer Amerikaner begehen wĂŒrden. Ein Rassenkrieg wĂ€re die Folge, den die Afroamerikaner gewinnen wĂŒrden, worauf alle weiĂen Amerikaner ermordet wĂŒrden. Ăberleben könnte man dieses Massaker nur, indem man sich ihm und seiner Family anschlösse. Die siegreichen Schwarzen seien nĂ€mlich, so Manson, aufgrund der âsklavischen Natur ihrer Rasseâ unfĂ€hig dazu, sich selbst zu fĂŒhren. Deshalb wĂŒrden sie irgendwann ihn zu ihrem neuen AnfĂŒhrer wĂ€hlen und zum Herrscher ĂŒber die Welt machen.
Er verkĂŒndete seinen AnhĂ€ngern, dass sich unter dem Tal des Todes eine riesige Höhle als Eingang zum Paradies befinde, in der man sich vor den unausweichlichen Rassenunruhen verstecken und diese nur dort ĂŒberleben könne. SpĂ€ter wĂŒrden alle dort Befindlichen von Jesus und den Beatles, letztere alle vier als Engel, in die Seligkeit gefĂŒhrt werden. Den Chaos-Zustand des angeblich bevorstehenden Rassenkrieges nannte Manson âHelter Skelterâ und bezog sich damit auf den gleichnamigen Beatles-Song, aus dem er diesbezĂŒglich geheime Botschaften herauszuhören glaubte.cite-ref-35[35] Das StĂŒck Revolution 9 verstand er als Startsignal an die Afroamerikaner, sich zu erheben. FĂŒr Manson waren die Beatles Propheten: Er konstruierte um ihre Texte, die er in seinem idiosynkratischen VerstĂ€ndnis der Offenbarung des Johannes interpretierte, eine eigene Verschwörungstheorie, die ihn motivierte, einen Rassenkrieg auszulösen.cite-ref-36[36]
Nach der Kontaktaufnahme zu satanistischen Gemeinschaften im FrĂŒhjahr 1968 verkĂŒndete Manson, dass er selbst Jesus und Satan in einer Person sei, und erklĂ€rte sich zu einer Wiedergeburt des britischen Okkultisten und Schriftstellers Aleister Crowley.cite-ref-37[37]
Als die von Manson angekĂŒndigten Unruhen 1969 nicht einsetzten, behauptete er, man mĂŒsse âden dummen Schwarzen zeigen, wie man WeiĂe tötetâ. Um Aufmerksamkeit zu erregen, waren seine Ziele die Reichen und BerĂŒhmten in Bel Air. Durch Attacken auf sie glaubte er, den erhofften Krieg zwischen WeiĂen und Afroamerikanern auslösen zu können.
Musiker Manson
1968 hatte Dennis Wilson, Mitglied der amerikanischen Band The Beach Boys, zwei Anhalterinnen mitgenommen, die zu Mansons Gruppe gehörten. Diese machten Wilson mit Manson bekannt. Zeitweise wohnte die Family in Wilsons Villa (14400 Sunset Boulevard) in Los Angeles. AnfĂ€nglich freundete sich Wilson mit der Situation an. Er unterhielt sich gerne mit Manson ĂŒber dessen Philosophie, sie nahmen gemeinsam Drogen, redeten ĂŒber Musik und musizierten zusammen.
Manson und Dennis Wilson begannen, zusammen Lieder zu schreiben. Wilson wollte ihm helfen, im MusikgeschĂ€ft FuĂ zu fassen. Seine beiden BrĂŒder, Brian und Carl Wilson, produzierten zu diesem Zweck mit Charles Manson und weiteren Familymitgliedern eine Demoaufnahme. Dennis Wilson war es auch, der Manson dem Musikproduzenten Terry Melcher vorstellte. Die Aufnahmen wurden nach anfĂ€nglichem Interesse aber nicht verlegt.cite-ref-38[38]
Mansons Lied Cease to Exist schaffte es 1969 unter dem Titel Never Learn Not to Love als B-Seite auf eine Beach-Boys-Single. Dennis Wilson hatte an Mansons Lied jedoch einige VerĂ€nderungen vorgenommen, insbesondere am Text, was den Sinn des Liedes stark verĂ€nderte. Manson war darĂŒber sehr erzĂŒrnt. Als Honorar erhielt er Geld und ein BSA-Motorrad, das er dem Family-Mitglied âLittle Paulâ schenktecite-ref-family83-84-39-0[39], wurde jedoch nicht als Autor des Liedes genannt.
Die Family nutzte ungefragt Dennis Wilsons Besitz, unter anderem dessen Kreditkarte, stahl KleidungsstĂŒcke und verschenkte oder tauschte zehn goldene Platten Wilsons; eine erhielt die Besitzerin der Barker Ranch. Wilson schĂ€tzte, dass die Beherbergung der Family ihn 100.000 $ gekostet hatte. Einmal bedrohte Manson Wilson laut dessen Aussage mit einem Messer, der dies aber gelassen hinnahm. Kurz darauf zog Wilson aus seiner eigenen Villa aus und ĂŒberlieĂ es seinem Management, in der Villa fĂŒr Ordnung zu sorgen und die Family des Hauses zu verweisen. Den Kontakt zu Manson brach er im FrĂŒhjahr 1969 ab, im Sommer forderte Manson erneut Geld von ihm und drohte sogar, Wilsons Sohn Scott zu entfĂŒhren.cite-ref-family83-84-39-1[39] Dennis Wilson und Terry Melcher sahen keinen anderen Ausweg, als fĂŒr kurze Zeit unterzutauchen und am Lake Arrowhead Abstand zu gewinnen.
1969, erst nach den Morden, wurde die Ăffentlichkeit auf den Musiker Manson aufmerksam. Ein Folkrockkritiker bezeichnete die Songs als höchst gewöhnlich, allerdings mit gutem Gitarrenrhythmus unterlegt, konnte aber nichts Originelles an der Musik entdecken. Die Texte beschrieb er als âunheimlichâ. Auch Dennis Wilson Ă€uĂerte sich zu Mansons musikalischem Talent. Er sagte, dass ihm dessen SpontaneitĂ€t beim Musizieren gefallen hĂ€tte, er aber keinen einzigen Funken MusikalitĂ€t besitzen wĂŒrde. Allerdings hatte er vor Mansons Verhaftung dessen Ambitionen als Musiker stark unterstĂŒtzt.cite-ref-40[40]
1970 wurde Mansons erste Langspielplatte unter dem Titel LIE veröffentlicht, die Verkaufszahlen waren unbedeutend. Manson war bis zu seinem Tod musikalisch aktiv und veröffentlichte seine Musik auf Kleinstlabels.cite-ref-41[41]
Eskalierende Gewalt und Morde
Mitte 1968 bezog die Manson-Family auf der Spahn Movie Ranch ein festes Quartier. Bei der Ranch handelte es sich um ein FilmgelĂ€nde unweit von Los Angeles, auf der zahlreiche Westernfilme und -serien (unter anderem Bonanza) gedreht worden waren. Physische und psychische Gewalt, vor allem gegenĂŒber weiblichen Mitgliedern, spielte dabei innerhalb der Kommune eine Rolle, hauptsĂ€chlich wuchs aber die Gewalt gegenĂŒber AuĂenstehenden. Der Musikproduzent Terry Melcher wurde im FrĂŒhjahr 1969 Zeuge, wie Manson den Ranchcowboy Randy Starr verprĂŒgelte.
Am 1. Juli 1969 verletzte Manson den schwarzen Drogendealer Bernard Crowe durch einen Bauchschuss schwer.cite-ref-42[42] Manson benutzte hierbei dieselbe Waffe, die kurz darauf von Charles âTexâ Watson bei den Tate-Morden eingesetzt wurde.
Mord an Gary Hinman
Der erste sicher belegte Mord, den Charles Manson durch seine AnhĂ€nger ausfĂŒhren lieĂ, geschah Ende Juli 1969. Nach andauernden finanziellen Differenzen im Zusammenhang mit kleineren DrogengeschĂ€ften töteten Mitglieder der Family den Musiklehrer Gary Hinman, der zuvor in seinem Haus zeitweise Family-Mitglieder beherbergt hatte. Mary Brunner, Bobby Beausoleil und Susan Atkins sollten auf Anweisung Mansons das Geld von Hinman eintreiben, was trotz wiederholter Gewaltanwendung misslang.
Nach zwei Tagen erschien Manson in Begleitung von Bruce Davis persönlich am Tatort und schnitt oder schlug Hinman ein Ohr ab. Beausoleil erstach Hinman anschlieĂend in Mansons Abwesenheit. Die Mörder hinterlieĂen mit Hinmans Blut an den WĂ€nden die Worte âPolitical piggyâ.
Kurz darauf wurde Beausoleil mit blutverschmierter Kleidung schlafend in Hinmans Wagen von der Polizei aufgegriffen. Hinmans Leiche war bereits gefunden worden, der Wagen zur Fahndung ausgeschrieben. Beausoleil wurde wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft genommen.
Die Tate-Morde
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Hauptartikel
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Tate-Morde
Wenige Tage spĂ€ter entsandte Charles Manson Susan Atkins, Patricia Krenwinkel, Linda Kasabian und Charles Watson in das ehemals von Melcher bewohnte Haus 10050 Cielo Drive. Melcher wohnte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr dort. Die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, die das Haus mit ihrem Ehemann Roman PolaĆski gemietet hatte, ihre Freunde Jay Sebring, Abigail Folger und Wojciech Frykowski und der zufĂ€llig auf dem GrundstĂŒck anwesende Steven Parent wurden zu Opfern der Family. Die Gruppe drang in der Nacht vom 8. auf den 9. August 1969 in das Haus ein und ermordete die Anwesenden durch SchĂŒsse und zahlreiche Messerstiche. Mit dem Blut von Sharon Tate schrieb Susan Atkins das Wort âPIGâ (Englisch fĂŒr âSchweinâ) an die HaustĂŒr.
LaBianca-Doppelmord
Am nĂ€chsten Tag ermordeten Mitglieder der Family Leno und Rosemary LaBianca, einen italienischen Supermarktbesitzer und seine Ehefrau, die eine Edelboutique betrieb, in deren Villa in Los Angeles. Manson selbst war anfangs zugegen, fesselte die Opfer und verlieĂ dann vor den Morden den Tatort. Watson, Krenwinkel und die bislang nicht gewalttĂ€tig in Erscheinung getretene Leslie Van Houten verĂŒbten daraufhin die Morde. Mit dem Blut der Opfer wurden die Wörter âDeath to pigsâ und âRiseâ an die WĂ€nde des Hauses geschrieben und âHealter Skelterâcite-ref-43[43] [sic!] an die KĂŒhlschranktĂŒr geschmiert. Leno LaBianca wurde das Wort âWARâ (englisch fĂŒr âKriegâ) in den Bauch geritzt, zudem steckte eine Tranchiergabel in seinem Bauch.cite-ref-44[44]
Die Morde in der PolaĆski-Villa und dem LaBianca-Anwesen wurden von der Polizei zunĂ€chst nicht miteinander in Verbindung gebracht und getrennt untersucht. Dass beide Tatorte in direktem Zusammenhang standen, wurde erst Ende Oktober 1969 klar, als Susan Atkins im GefĂ€ngnis, wo sie wegen Mordverdachts im Fall Hinman einsaĂ, zwei Mitgefangenen gegenĂŒber mit ihrer Beteiligung an den Tate-Morden prahlte.
Ermordung von Donald âShortyâ Shea
Am 16. August, rund eine Woche nach den Morden, wurden die meisten Tatbeteiligten einschlieĂlich Manson auf der Spahn Movie Ranch festgenommen â allerdings nicht wegen Mordes, sondern wegen Autodiebstahls. Manson vermutete, der Stuntman Donald âShortyâ Shea, der auf der Spahn Movie Ranch arbeitete, habe sie verraten. Nach der Freilassung Mansons und anderer Mitglieder verschwand Shea Ende August 1969 spurlos. Obwohl die Leiche lange nicht gefunden wurde, wurden mehrere Family-Mitglieder wegen der Ermordung Sheas verurteilt, darunter Charles Watson, Bruce Davis und Steve Dennis Grogan, der im Rahmen seiner ResozialisierungsbemĂŒhungen Anfang 1977 die Ermittler zu Sheas Grab in der NĂ€he der Spahn Movie Ranch fĂŒhrte.
Motiv der Gewalttaten
Die genauen Motive fĂŒr die Tate- bzw. LaBianca-Morde sind nach wie vor nicht eindeutig geklĂ€rt. Laut dem anklagevertretenden Staatsanwalt Vincent Bugliosi habe Manson durch die Morde das von ihm ertrĂ€umte und prophezeite âHelter-Skelterâ-Chaos entfachen wollen. Die Geldbörse von Rosemary LaBianca wurde in einer Tankstelle einer schwarzen Wohngegend platziert, Schwarze sollten die Kreditkarten benutzen, damit die Morde den Schwarzen angelastet werden könnten. Ein Rassenkrieg zwischen WeiĂen und Schwarzen sollte die Folge sein. Mehrere Family-Mitglieder gaben dies als Motiv fĂŒr die Taten an. Die Staatsanwaltschaft baute ihre Anklage auf dem Helter-Skelter-Motiv auf. Nur mit dieser Motivlage konnte sie Manson, der stets darauf geachtet hatte, bei den Morden nicht persönlich anwesend zu sein, als geistigen Urheber und Anstifter ĂŒberfĂŒhren. Die Jury folgte bei ihrem Schuldspruch der vorgelegten Beweiskette, inklusive des Helter-Skelter-Motivs.cite-ref-45[45]
Nach einer alternativen Theorie könnte der Anlass fĂŒr die Tate-LaBianca-Morde die Inhaftierung des Family-Mitglieds Bobby Beausoleil gewesen sein. Beausoleil hatte nach einem gescheiterten Mescalin-Deal den Musiklehrer Gary Hinman auf Anweisung Mansons getötet (siehe oben). Atkins, Krenwinkel, Van Houten und Watson könnten die nachfolgenden Morde als Nachahmungstaten inszeniert haben, um den inhaftierten Beausoleil zu entlasten. Manson ging darauf auch in seiner Verteidigungsrede ein, in der er sagte, dass alles nur aus Liebe fĂŒr ihren zu Unrecht festgenommenen âBruderâ Robert Beausoleil geschehen sei.cite-ref-serien-killer-com-46-0[46]
Dass die Morde am Cielo Drive 10050 eigentlich den Musikproduzenten und Vormieter des Hauses, Terry Melcher, hĂ€tten treffen sollen, ist eine weitere unbestĂ€tigte Theorie. Melcher hatte Manson keinen Plattenvertrag gegeben und bis Januar 1969 am Cielo Drive gewohnt. Manson war allerdings am Tag vor Sharon Tates Abreise nach England im FrĂŒhjahr 1969 auf dem GrundstĂŒck gewesen und wurde von Sharon Tates Fotografen an der TĂŒr abgewiesen mit dem Hinweis, dass Melcher nicht mehr dort wohne. Er musste daher wissen, dass neue Mieter eingezogen waren. Der Besitzer des Anwesens, Rudi Altobelli, erinnerte sich spĂ€ter an den gemeinsamen Flug nach Europa mit Tate und deren Bemerkung ĂŒber den Besucher vom Vortag. Manson hatte laut Altobellis Aussagen einen sehr negativen Eindruck bei ihr hinterlassen.
Verhaftung
Am 16. August 1969 wurden Manson und Mitglieder seiner Family unter dem Verdacht des Autodiebstahls auf der Spahn Movie Ranch in den Santa Susana Mountains festgenommen. Einige Tage spÀter mussten sie wegen eines falsch datierten Haftbefehls wieder auf freien Fuà gesetzt werden. Manson und seine AnhÀnger zogen auf die Barker Ranch im Death-Valley-Nationalpark um.
Am 12. Oktober 1969 wurden sie dort bei einer Polizei-Razzia festgenommen. Die Gruppe hatte eine neue StraĂenbaumaschine (Anschaffungswert 30.000 US$) angezĂŒndet und so auf sich aufmerksam gemacht. Manson und seinen AnhĂ€ngern wurden Brandstiftung und schwerer Diebstahl zur Last gelegt. Erst in den darauffolgenden Wochen wurde durch die Zeugenaussagen zweier Mitgefangener von Susan Atkins die Mordserie aufgeklĂ€rt. Vor diesen hatte Atkins mit ihrer Beteiligung an den Tate-Morden geprahlt. Bei den sich daraufhin anschlieĂenden polizeilichen Ermittlungen wurde bald die Urheberschaft der Manson-Family an den Tate-Morden, den Morden an dem Ehepaar LaBianca, an Gary Hinman und auch am Verschwinden von Donald Shea deutlich.
Prozess
Am 24. Juli 1970 begann der Tate-LaBianca-Mordprozess gegen Charles Manson, Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie Van Houten in Los Angeles. Die Anklage vertrat Vincent Bugliosi; Linda Kasabian sagte als Kronzeugin aus. In dem bis dahin lĂ€ngsten Strafverfahren der US-Geschichte verbrachten die Geschworenen 225 Tage isoliert im Ambassador-Hotel (Sequestration). Der Prozess verlief turbulent. Mansons weibliche Mitangeklagte trugen bizarre Selbstbezichtigungen vor und beteuerten die Unschuld ihres GruppenfĂŒhrers. Die skurril anmutende Selbststilisierung der Beschuldigten, die Grausamkeit der Taten und der ungeklĂ€rte Todesfall von Ronald Hughes, dem Strafverteidiger von Van Houten, der sich bei der Family unbeliebt gemacht hatte, da er Manson die Hauptschuld gab, sorgten fĂŒr ein beispielloses Medieninteresse.cite-ref-serien-killer-com-46-1[46]
WĂ€hrend des Prozesses brannte sich Manson erst ein X in die Stirn, das er im Prozessverlauf zu einer Swastika umwandelte, die bis zu seinem Tod zu sehen war.cite-ref-47[47] Seine AnhĂ€nger folgten seinem Beispiel und brannten oder schnitten sich ebenfalls ein X in die Stirn; das Hakenkreuz ĂŒbernahmen sie aber nicht.
Inhaftierung, GefÀngnis und Tod
Manson wurde im April 1971 in eine Todeszelle in San Quentin gebracht. Am 18. Februar 1972 erklĂ€rte der Oberste Gerichtshof von Kalifornien die Todesstrafe fĂŒr verfassungswidrig. Alle Todesurteile wurden daraufhin in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Im Oktober 1972 wurde Manson in das Folsom State Prison ĂŒberstellt. 1973 wurde dort mit Strychnin ein Giftanschlag auf ihn verĂŒbt, den er ĂŒberlebte.
Im Mai 1976 wurde er in das gröĂte US-amerikanische GefĂ€ngniskrankenhaus California State Medical Corrections Facility in Vacaville verlegt. Die WiedereinfĂŒhrung der Todesstrafe in Kalifornien im Jahr 1978 hatte fĂŒr die zum Tode Verurteilten um Manson keine Bedeutung; die Umwandlung der Todesstrafen in lebenslange Haftstrafen war nach dem Gesetz verbindlich. 1984 wurde Manson von einem Mitgefangenen mit NitroverdĂŒnnung ĂŒberschĂŒttet und angezĂŒndet, er erlitt dabei schwerste Verbrennungen. Im Juli 1985 wurde Manson wieder nach San Quentin gebracht, ab MĂ€rz 1989 saĂ er im California State Prison Corcoran ein. Am 11. April 2012 wurde sein zwölftes BewĂ€hrungsgesuch abgelehnt.cite-ref-49[49]
Am 7. November 2014 wurde Manson die Genehmigung erteilt, die 26-jĂ€hrige Afton Elaine Burton zu heiraten.cite-ref-50[50] Er lieĂ die Heiratserlaubnis im Februar 2015 verfallen, da er davon ĂŒberzeugt war, dass seine Verlobte nur darauf aus sei, nach seinem Tod in den Besitz seines Leichnams zu kommen, um diesen auszustellen und damit Geld zu verdienen.cite-ref-51[51] Charles Manson starb am 19. November 2017 im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Bakersfield an den Folgen von Darmkrebs.cite-ref-52[52]
Rezeption
Schon zu Lebzeiten galt Charles Manson als eine âdĂŒstere Ikone der Popkulturâcite-ref-gasteiger-53-0[53] und âSymbol des absolut Bösenâ.cite-ref-54[54] Vincent Bugliosi sagte einmal ĂŒber ihn und seine AnhĂ€nger: âEr ist ihre spirituelle Ikone, der Hohepriester des Anti-Establishment-Hassesâ.cite-ref-gasteiger-53-1[53] Uwe Schmitt beschreibt das Aufsehen um Manson rĂŒckblickend als einen schwer nachvollziehbaren âamoralischen Kult [âŠ], der mit seiner Entdeckung durch die jeweils nĂ€chste Generation in immer weiteren Neo-Kulten fortlebte.âcite-ref-55[55]
Mansons Person wurde in zahlreichen kĂŒnstlerischen Werken verarbeitet. Zu den bekanntesten Bezugnahmen gehört Brian Warners KĂŒnstlername Marilyn Manson.cite-ref-gasteiger-53-2[53] Die VerknĂŒpfung des Vornamens von Marilyn Monroe mit Mansons Nachnamen soll die Unzertrennbarkeit von Gut und Böse symbolisieren und zwei Extreme der US-amerikanischen PopulĂ€rkultur einander gegenĂŒberstellen.
Obwohl sich Charles Mansons Traum von einer erfolgreichen Karriere im MusikgeschĂ€ft nie erfĂŒllte, fand er dennoch Einzug in die Musikgeschichte, da sich zahlreiche berĂŒhmte Musiker der von ihm geschriebenen Lieder oder seiner Zitate bedienten. So ist Mansons Stimme beispielsweise als Sample auf Cabaret Voltaires The Covenant, the Sword and the Arm of the Lord aus dem Jahr 1985, auf Skinny Puppys Worlock von 1989 und in dem Song My Monkey von Marilyn Manson von 1994 zu hören. The Lemonheads brachten 1988 eine Coverversion von Mansons Youâre Home Is Where Youâre Happy heraus und Guns Nâ Roses veröffentlichten Mansons Look at Your Game, Girl als versteckten Titel auf dem Album The Spaghetti Incident? (1993).cite-ref-56[56]
Mansons Konterfei ist auf diversen Merchandising-Artikeln (z. B. T-Shirts, Tassen und Poster) zu sehen, deren Verkauf allein im Zeitraum von 1970 bis 1986 Einnahmen von mehreren Millionen US-Dollar erzeugte.cite-ref-introvigne-57-0[57] Teilweise verdiente Manson am Verkauf der Artikel mit.cite-ref-58[58] Mehr als 30 BĂŒcher wurden ĂŒber ihn veröffentlicht, darunter Bugliosis Helter Skelter, das sich weltweit ĂŒber sieben Millionen Mal verkaufte.cite-ref-gasteiger-53-3[53] Manson gab etliche Interviews und erschien mehrfach auf den Titelseiten von US-Zeitschriften wie Life (Ausgabe vom 19. Dezember 1969) oder dem Rolling Stone (Ausgabe vom 25. Juni 1970).
Sein Leben und seine Verbrechen wurden zum Gegenstand der Oscar-nominierten Dokumentation Manson (1973) von Robert Hendrickson und Laurence Merrick sowie des Fernsehfilms Helter Skelter â Die Nacht der langen Messer (1976) und inspirierten Musicals, TheaterstĂŒcke und fiktive Handlungen in Filmen wie Once Upon a Time in Hollywood (2019) und Serien (z. B. American Horror Story, South Park, Aquarius oder Mindhunter). In dem 2015 erschienenen fiktiven Spielfilm Manson Family Vacation von Regisseur J. Davis, in dem Schauspieler Tobin Bell eine Nebenrolle verkörpert, begibt sich ein freigeistiger AuĂenseiter mit seinem bĂŒrgerlichen Stiefbruder auf historische Spurensuche nach der Manson Family und ihren Tatorten, um hinterher seinem Bruder zu offenbaren, dass Charles Manson sein biologischer Vater ist.
Der deutsche Autor und Regisseur Jörg Buttgereit realisierte 2018 das Hörspiel Summer of Hate (Alternativtitel von 2022: Manson-Family: Massaker im Sommer der Liebe) ĂŒber Charles Manson fĂŒr den WDR. Gesprochen wird Manson von dem Schauspieler Lars Rudolph.cite-ref-59[59]
Literatur
âą Michal Welles: Charles Manson â Meine letzten Worte (Grausame Innenansichten). Hannibal Verlag, Höfen 2011, ISBN 978-3-85445-344-4 (Originalausgabe: The Mirrored Man â The Last Words Of Charles Manson).
âą Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. Die wahre Geschichte des Serienmörders Charles Manson. Aus dem Englischen von Anke und Eberhard Kreutzer. riva Verlag, MĂŒnchen 2017, ISBN 978-3-7423-0249-6; Original: Helter Skelter. The True Story of the Manson Murders. W. W. Norton & Company, New York, NY 2001, ISBN 978-0-393-32223-1.
âą Ed Sanders: The Family. Die Geschichte von Charles Manson. Rowohlt, Reinbek 1995 (1. Ausgabe 1972), ISBN 3-499-19644-1; Original: The Family. Da Capo Press, Boston, MA 2002, ISBN 978-1-56025-396-9.
âą Charles Watson: Bekenntnisse eines Mörders: Charles Manson⊠Sharon TateâŠ; HintergrĂŒnde eines Massakers. HĂ€nssler, Neuhausen-Stuttgart 1988, ISBN 3-7751-1316-9.
Weblinks
Commons
: Charles Manson
â Sammlung von Bildern
Wikiquote: Charles Manson
â Zitate (englisch)
âą Literatur von und ĂŒber Charles Manson im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Mörder und SektenfĂŒhrer Charles Manson gestorben â âIch bin alles, was schlecht istâ. deutschlandfunkkultur.de, Magazin âKompressorâ. 20. November 2017.
⹠Ingo Rentz: Massenmörder Charles Manson: Das Gesicht des Bösen. einestages auf Spiegel Online, 6. August 2009.
âą Hans Schmid: Der Elvis des Massenmords. telepolis, 23. Juni 2008.
âą Charles Manson â The Charles Manson Murders; Helter Skelter Serial Killers. Website ĂŒber Charles Manson und seine Family (englisch)
Einzelnachweise
cite-note-bugliosi1-11. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 207â210.
cite-note-22. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 210.
cite-note-bugliosi211-33. â Zitiert nach Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 211.
cite-note-44. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 211.
cite-note-55. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 212.
cite-note-66. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 212â213.
cite-note-bugliosi214-77. â Zitiert nach Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 214.
cite-note-sanders-buglioso-88. â Ed Sanders: The Family. 2002, S. 3; Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 214.
cite-note-99. â Zitiert nach Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 213 f.
cite-note-1010. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 215; laut Ed Sanders: The Family. 2002, S. 4 erfolgte der Fluchtversuch hingegen am 24. Mai 1957.
cite-note-1111. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 215.
cite-note-1313. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 214 f.
cite-note-1414. â Ed Sanders: The Family. 2002, S. 4.
cite-note-1515. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 214.
cite-note-1616. â Ed Sanders: The Family. 2002, S. 4.
cite-note-1717. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 215.
cite-note-1818. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 215; Ed Sanders: The Family. 2002, S. 5.
cite-note-1919. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 216; laut Ed Sanders: The Family. 2002, S. 5 betrug die Höhe des Schecks hingegen 34,50 US-Dollar.
cite-note-2020. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 216.
cite-note-2121. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 216 f.
cite-note-2222. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 217.
cite-note-2323. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 217, 220.
cite-note-2424. â Zitiert nach Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 218.
cite-note-2525. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 218.
cite-note-bugliosi220-2626. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 220.
cite-note-2727. â Zitiert nach Ed Sanders: The Family. 2002, S. 11.
cite-note-2828. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 221.
cite-note-2929. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 247. Ed Sanders: The Family. 2002, S. 12.
cite-note-3030. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 247.
cite-note-3131. â Ed Sanders: The Family. 2002, S. 13 ff.
cite-note-3232. â Ed Sanders: The Family. 2002, S. 15â21.
cite-note-3333. â Ed Sanders: The Family. 2002, S. 22 ff.
cite-note-3434. â Ed Sanders: The Family. S. 175.
cite-note-3535. â Ed Sanders: The Family. S. 135â137, 144.
cite-note-3636. â Christopher Partridge: Popular Music, Conspiracy Culture, and the Sacred. In: AsbjĂžrn Dyrendal, David G. Robertson, Egil Asprem (Hrsg.): Handbook of Conspiracy Theory and Contemporary Religion. Brill, Boston/Leiden ISBN 978-90-04-38150-6, S. 180â206, hier S. 199 f.
cite-note-3737. â Ed Sanders: The Family. S. 69.
cite-note-3838. â Vincent Bugliosi: Helter Skelter. The True Story of the Manson Murders. S. 372â373.
cite-note-family83-84-3939. â Ed Sanders: The Family. S. 83â84.
cite-note-4040. â Vincent Bugliosi: Helter Skelter. The True Story of the Manson Murders. S. 373.
cite-note-4242. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry (Bearb.): Helter Skelter. Der Mordrausch des Charles Manson. Riva, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-86883-057-6, S. 604.
cite-note-4343. â http://www.theknightshift.com/2009/08/now-is-time-for-helter-skelter.html
cite-note-4444. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry (Bearb.): Helter Skelter. Der Mordrausch des Charles Manson. Riva, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-86883-057-6, S. 70â71. Ed Sanders: The Family. S. 305.
cite-note-4545. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry (Bearb.): Helter Skelter. Der Mordrausch des Charles Manson. Riva, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-86883-057-6, S. 445â561/599.
cite-note-serien-killer-com-4646. â Die Zeugenaussage von Charles Manson vom 19. November 1970. Ăbersetzt von Wolfram Bernhardt. In: serien-killer.com. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 12. Dezember 2009; abgerufen am 19. Juli 2018 (Manson wollte sich selbst verteidigen, dies wurde ihm aber untersagt. So hatte er nur Gelegenheit, sich als Angeklagter zu Ă€uĂern. Die deutschsprachige Ăbersetzung seiner einstĂŒndigen Aussage ist hier nachzulesen.).
cite-note-4747. â Ivor Davis: The Devilâs disciples: 40 years after his killing sprees, Charles Manson is now a grotesque celebrity with a Twitter page. In: dailymail.co.uk. 8. August 2009, abgerufen am 15. August 2019 (englisch, mit Fotos von Manson aus den 1960er/1970er Jahren und ca. 30 Jahre spĂ€ter).
cite-note-4848. â Vincent Bugliosi, Curt Gentry: Helter Skelter. 2017, S. 649, 661.
cite-note-5151. â Christopher Hooton: Charles Manson wedding off after it emerges that fiancee Afton Elaine Burton âjust wanted his corpse for displayâ. In: independent.co.uk. 9. Februar 2015, abgerufen am 5. September 2019 (englisch).
cite-note-5252. â Helena DĂŒll: Obduktion: Charles Manson starb an Herzstillstand und anderen gesundheitlichen Problemen. In: rollingstone.de. 12. Dezember 2017, abgerufen am 19. Juli 2018.
cite-note-gasteiger-5353. â Carolin Gasteiger: Wie ein Serienmörder zur Pop-Ikone wurde. In: sueddeutsche.de. 20. November 2017, abgerufen am 27. Oktober 2018.
cite-note-5454. â Jens Balzer: Charles Manson: Symbol des Bösen. In: Zeit Online. 22. November 2017, abgerufen am 27. Oktober 2018.
cite-note-5656. â Elisabeth Garber-Paul: Charles Mansonâs Musical Legacy: A Murdererâs Words in 9 Tracks. In: rollingstone.com. 9. August 2016, abgerufen am 27. September 2019.
cite-note-introvigne-5757. â Massimo Introvigne: Satanism: A Social History. Brill Academic Pub, Leiden 2016, ISBN 978-90-04-28828-7, S. 338.
cite-note-5858. â Charles Manson Gets Royalties on T-Shirts. In: The New York Times. 25. November 1993 (englisch, nytimes.com [abgerufen am 15. MĂ€rz 2019]).
cite-note-5959. â Jörg Buttgereit: Summer of Hate (WDR 1Live). Abgerufen am 17. April 2022.